Im Morgenrot


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Im Morgenrot


Faß fest dein Roß am Zügel,
Der Morgen ist erwacht!
Stumm hinter jenem Hügel
Entgleitet schon die Nacht.

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Sie läßt noch einmal dunkel

Die blauen Schleier wehn –
Bald wird des Tags Gefunkel
In Blut und Rosen stehn.

Wem pflücke ich die Blüten,

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Die mir der Tag verspricht?

O mag uns Gott behüten
Vor allzuvielem Licht!
Dies Herz, dem Feind geboten,
Dies Herz kennt keinen Tod –

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Da es in ewig roten

Unendlichkeiten loht.

Mein Mädchen, denkst du deines
Freundes in der Schlacht?
Dein wildes Herz, o wein es

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Verzweifelt in die Nacht.

Die Tränen werden regnen
Und trommeln auf mein Zelt.
Ich will den Frieden segnen,
Der bei dir Wache hält ...

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Noch glühen allenthalben

Die Rosen rot und tief!
Noch flattern hoch die Schwalben,
Da kein Gewitter rief.
Wir jubeln und wir hoffen

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Und haben festen Stand –

Weit steht der Himmel offen:
Freiheit und Vaterland!