Kartengruß aus dem Engadin

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Kartengruß aus dem Engadin von Theobald Tiger

Unten im weißen Nietzsche-Haus
geht Ludwig Fulda ein und aus und ein und aus.
Wegen congenial.
 Drum herum wallen und ziehn

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Menschenbrocken, ausgespien

aus Berlin.
Herr Wendriner, Frau Wendriner.
Lauter ringfeine Smoking-Berliner.
Wenn sie durch die Landschaft gehn,

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wird ihnen hintenrum so mondain.

Sie machen mit den Kellnern Krach,
sie sind wie im Geschäft: überwach.
Der Fexgletscher leuchtet in eisiger Ruh –
ihr Gesicht sagt: Das steht mir nämlich zu.

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Ich hab es bestellt. Ich hab es bezahlt.

Für mich ist der Zauber hier aufgemalt.
Nachts unter den ewigen Sternen
werden sie in grauen Kasernen
untergebracht. Da, in den Riesenhotels,

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schlummern die großen Frauen voll Schmelz

selig im Arm der Liebe. Na, Arm …
Die Leipziger Straße hat ihren Charme
hier hinaufgeschickt in sauerster Süße …

Du guter Leser – herzliche Postkartengrüße!

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Hier gletschern die Gletscher. Der Fexbach rauscht.

Die Sonne brennt. Das Zeltdach bauscht
sich im heißen Mittagswind.
Ein Kindlein pflückt bunte Blumen lind.
Da sitzt Theobald und fühlt innerlich:

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     Und wer pflückt mich?