Kaum Einem!


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Kaum Einem!

Ein Pflug zerreißt das braune Land,
Und Furchen folgen seinem Pfad;
Ein Säemann geht zur Zeit der Saat
Und streut das Korn mit voller Hand. –

Dann sproßt der gold’ne Weizen auf;
Gleichförmig steht der Halm zu Hauf,
Wie öder Tage Zahl gereiht.

Doch mitten d’rin blüht eine seltene Blume.

Das macht: Ein fremdes Samenkorn
War in der Saat. Und Blatt und Dorn
Und selt’ner Blüthenkelch gedeiht.

Die Zeit zerfurcht des Lebens Land –
Wir folgen, wählend eig’nen Pfad;
Kaum Einem mengt in seine Saat
Ein Liebeskorn die Gotteshand.