Leib und Seele


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III.
Leib und Seele.


     Die arme Seele spricht zum Leibe:
Ich laß nicht ab von dir, ich bleibe
Bei dir – Ich will mit dir versinken
In Tod und Nacht, Vernichtung trinken!

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Du warst ja stets mein zweites Ich,

Das liebevoll umschlungen mich,
Als wie ein Festkleid von Satin,
Gefüttert weich mit Hermelin –
Weh mir! jetzt soll ich gleichsam nackt,

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Ganz ohne Körper, ganz abstract,

Hinlungern als ein sel’ges Nichts
Dort oben in dem Reich des Lichts,
In jenen kalten Himmelshallen,
Wo schweigend die Ewigkeiten wallen

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Und mich angähnen – sie klappern dabei

Langweilig mit ihren Pantoffeln von Blei.
O das ist grauenhaft; o bleib’,
Bleib’ bei mir, du geliebter Leib!

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     Der Leib zur armen Seele spricht:

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O tröste dich und gräm’ dich nicht!

Ertragen müssen wir in Frieden
Was uns vom Schicksal ward beschieden.
Ich war der Lampe Docht, ich muß
Verbrennen; du, der Spiritus,

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Wirst droben auserlesen sein

Zu leuchten als ein Sternelein
Vom reinsten Glanz – Ich bin nur Plunder,
Materie nur, wie morscher Zunder
Zusammensinkend, und ich werde,

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Was ich gewesen, eitel Erde.

Nun lebe wohl und tröste dich!
Vielleicht auch amüsirt man sich
Im Himmel besser als du meinst.
Siehst du den großen Bären einst

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(Nicht Meyer-Bär) im Sternensaal,

Grüß ihn von mir viel tausendmal!