Liebeswunder


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Liebeswunder.

O kommt mit ernstem Schweigen,
Die Ihr von Gott entfernt!
Ich will Euch Wunder zeigen,
Auf daß Ihr glauben lernt.

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Laßt Thränen, Schmerz und Trauer

Und hofft auf Sonnenschein:
Mir zog der Liebe Schauer
Mit tausend Wundern ein.

Eh’ mir auf dunklen Bahnen

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Ihr Lächeln noch getagt,

Ward nur durch frommes Ahnen
Mein Glück vorausgesagt.
Im Herzen fühlt’ ich’s glimmen.
Die Seele wuchs zur That.

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Es rief mit Engelstimmen:

Wach auf, Dein Heiland naht!

Da kam sie, hold und wonnig,
Und Alles ward erhellt;
Wie Christus, zog sie sonnig

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In meines Herzens Welt.

Sie rief die todte Leyer
Zu neuem Lebensglück
Und nahm der Blindheit Schleier
Und gab das Licht zurück.

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An ihren Blicken hangend

In trunkner Himmelslust,
Begrub ich liebebangend
Ihr Bild in meiner Brust.
Da klang es auf und nieder.

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Wie fernes Frühlingsweh’n:

Im Sturme meiner Lieder
Kam sie zum Aufersteh’n.

Nun fühl’ ich, was so mächtig
Das Herz zum Himmel weist:

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Sie gab mir flammenprächtig

Des Friedens heil’gen Geist.
Sein Licht geht niemals unter;
Er bändigt alle Qual:
Er ist das höchste Wunder

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In diesem Thränenthal.


Drum kommt mit ernstem Schweigen,
Die Ihr von Gott entfernt!
Ich will Euch Wunder zeigen,
Auf daß Ihr glauben lernt.

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Schmückt mit der Himmelsrose

In Demuth Euch das Haupt!
Ihr glaubt das Namenlose,
Wenn Ihr die Liebe glaubt.

Ernst Eckstein.