Lied eines theokritischen Ziegenhirten


[343]

 Lied
eines theokritischen Ziegenhirten.

Da lieg’ ich, krank im Gedärm, –
Mich fressen die Wanzen.
Und drüben noch Licht und Lärm!
Ich hör’s, sie tanzen …

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Sie wollte um diese Stund’

Zu mir sich schleichen.
Ich warte wie ein Hund, –
Es kommt kein Zeichen.

Das Kreuz, als sie’s versprach?

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Wie konnte sie lügen?

– Oder läuft sie Jedem nach,
Wie meine Ziegen?

Woher ihr seid’ner Rock? –
Ah, meine Stolze?

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Es wohnt noch mancher Bock

An diesem Holze?

– Wie kraus und giftig macht
Verliebtes Warten!
So wächst bei schwüler Nacht

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Giftpilz im Garten.
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Die Liebe zehrt an mir
Gleich sieben Uebeln, –
Nichts mag ich essen schier.
Lebt wohl, ihr Zwiebeln!

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Der Mond gieng schon in’s Meer,

Müd sind alle Sterne,
Grau kommt der Tag daher, –
Ich stürbe gerne.


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