Lied in der thauigen Frühe


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Lied in der thauigen Frühe.


In der Flur am grünen Hag
     Singen Nachtigallen,
Bald läßt hinter’m Berg der Tag
     Seinen Rosenmantel wallen.

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Und durch die bethaute Welt

     Leise rauscht das Leben.
Wahn, der mich gefangen hält,
     Sollst wie Morgendunst verschweben!

Hohe Kraft und helles Blut

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     Füllet meine Wangen,

Möchte gern mit treuem Muth
     An des Lebens Busen hangen.

Hinter mit liegt Traumesqual,
     Ruheloses Sinnen.

15
Doch nun ist es Zeit, einmal

     Festen Boden zu gewinnen.

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In des Lebens klarstem Quell
     Bad’ ich meine Wimpern.
Mag ein andrer Nachtgesell

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     In den dumpfen Saiten klimpern.


Mir ist frischer Wellenschlag
     Durch das Herz gegangen,
Halte kühn den neuen Tag
     Mit geweihtem Arm umfangen.