MKL1888:Kupferkies

[326] Kupferkies (Chalkopyrit), Mineral aus der Ordnung der einfachen Sulfuride, kristallisiert tetragonal, findet sich aber meist derb und eingesprengt, bisweilen traubig und nierenförmig, ist messing- bis goldgelb, oft bunt, auch schwarz angelaufen, Härte 3,5–4, spez. Gew. 4,1–4,3, besteht aus Schwefelkupfer mit Schwefeleisen CuFeS2 mit 34,57 Proz. Kupfer und 30,54 Eisen, geht häufig durch Verwitterung in Malachit, Kupferlasur und Ziegelerz über, findet sich auf Erzgängen und Lagern mit den verschiedensten Erzen, bei Freiberg, Mansfeld, Goslar und Lauterberg, Rheinbreitenbach, Müsen, Eiserfeld und Dillenburg, Bodenmais und Kitzbühel, Schlaggenwald und Herrngrund, in Cornwall, bei Falun, Röraas, an vielen Orten in Nordamerika. Er bildet das hauptsächlichste Erz für die Kupfergewinnung und wird auch auf Vitriol verarbeitet. K., oktaedrischer, s. Buntkupfererz.