MKL1888:Thürheim

[912] Thürheim, Joseph Andreas, Graf von, österreich. Geschichtschreiber, Sohn des Kämmerers Grafen Joseph Ferdinand von T. (gest. 1832), geb. 17. Mai 1827 zu Schloß Efferding in Oberösterreich, erhielt seine Erziehung im Theresianum zu Wien, trat 1844 als Kadett in die Armee, machte den Feldzug 1848–49 in Ungarn mit, wurde 1855 Flügeladjutant des Feldmarschalls Fürsten Windischgrätz, nahm jedoch bereits 1857 wegen eines Gehörleidens den Abschied und erhielt 1863 den Majorsrang. Er lebt zumeist in Salzburg. Thürheims Schriften gehören vornehmlich dem Gebiete der österreichischen Kriegsgeschichte an. Hervorzuheben sind: „Geschichte des k. k. 8. Ulanenregiments Erzherzog Ferdinand Maximilian“ (Wien 1860); „Die Reiterregimenter der k. k. österreichischen Armee“ (2. Aufl., das. 1866, 3 Bde.); „Feldmarschall Karl Joseph, Fürst von Ligne“ (das. 1877); „Feldmarschall Otto Ferdinand, Graf v. Abensperg und Traun“ (das. 1877); „Feldmarschall Ludwig Andreas, Graf von Khevenhüller-Frankenburg“ (das. 1878); „Von den Cevennen bis zur Newa 1740–1805“ (das. 1879); „Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen Armee“ (Teschen 1880, 2 Bde.); „Christoph Martin, Freiherr von Degenfeld, und dessen Söhne“ (Wien 1881); „Feldmarschall Ernst Rüdiger, Graf von Starhemberg“ (das. 1882); „Ludwig Fürst Starhemberg, ehemaliger Gesandter an den Höfen im Haag, in London und Turin“ (Graz 1889).