Malwine (Tucholsky)


[368]

 Malwine

Ich habe mich deinetwegen
gewaschen und rasiert.
Ich wollt mich zu dir legen
     mit einem Viertelchen,

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     mit einem Achtelchen –

 Malwine!
Doch du hast dich geziert.

Der Kuckuck hat geschrieen
auf deiner Schwarzwalduhr.

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Ich lag vor deinen Knieen:

     „Gib mir ein Viertelchen!
     Gib mit ein Achtelchen!
 Malwine!
Ein kleinen Stückchen nur!“

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Dein Bräutigam war prosaisch.

Demselben hat gefehlt,
dieweilen er mosaisch,

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     ein kleines Viertelchen,
     ein kleines Achtelchen …

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das hätt dich sehr gequält!


Du hast mir nichts gegeben
und sahst mich prüfend an.
Das, was du brauchst im Leben,
     sei nicht ein Viertelchen,

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     und nicht ein Achtelchen …

das sei ein ganzer Mann –!

Mich hat das tief betroffen.
Dein Blick hat mich gefragt …
Ich ließ die Frage offen

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und habe nichts gesagt.


     Daß wir uns nicht besaßen!
So aalglatt war mein Kinn.
Nun irr ich durch die Straßen …
 Malwine –!

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     und weine vor mich hin.