Maulthierthum


[204]
I.
Maulthierthum.


     Dein Vater, wie ein Jeder weiß,
Ein Esel leider war der Gute;
Doch deine Mutter, hochgesinnt,
War eine edle Vollblut-Stute.

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     Thatsache ist dein Maulthierthum,

Wie sehr du dessen dich erwehrest;
Doch sagen darfst du guten Fugs,
Daß du den Pferden angehörest, —

     Daß du abstammst vom Bucephal,

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Dem stolzen Gaul, daß deine Ahnen

Geharnischt nach dem heil’gen Grab
Gefolgt den frommen Kreuzzugfahnen, —

[205]

     Daß du zu deiner Sippschaft zählst
Den hohen Schimmel, den geritten

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Herr Gottfried von Bouillon, am Tag

Wo er die Gottesstatt erstritten; —

     Kannst sagen auch, daß Roß-Bayard
Dein Vetter war, daß deine Tante
Den Ritter Don Quixote trug,

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Die heldenmüth’ge Rosinante.


     Freilich, daß Sancho’s Grauchen auch
Mit dir verwandt, mußt du nicht sagen;
Verläugne gar das Eselein,
Das unsern Heiland einst getragen.

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     Auch ist nicht nötig, daß du just

Ein Langohr in dein Wappen setzest.
Sei deines eignen Werths Wardein —
Du giltst so hoch wie du dich schätzest.