Meißner Künstler:Christian Philipp Lindemann
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[57] Christian Philipp Lindemann.[1] Da wohl kaum angenommen werden kann, daß zwei Kupferstecher ganz desselben Namens zu gleicher Zeit gelebt haben — an Vater und Sohn kann wegen der Lebensjahre nicht gedacht werden —, so ist wohl der in Naglers Künstlerlexikon 7, 533 genannte Lindemann identisch mit dem in Meißen als Kupferstecher und Maler an der Manufaktur vor 1754 verstorbenen Christian Philipp Lindemann. Nach Nagler a. a. O. wurde er 1700 in Dresden geboren, ging später nach Italien, wo er für Gabbianis Raccolta zwei Blätter stach. Nach seiner Heimkehr habe er abwechselnd in Regensburg und Nürnberg gearbeitet und sei 1754 gestorben. Als Ergänzung zu diesen Angaben ist aus dem Trauregister der Stadtkirche hinzuzufügen, daß 1754 Juliane Sophie Christian Philipp Lindemanns Kupferstechers und Malers Witwe in Meißen stirbt, und daß sich 1759 der Porzellanmaler Christian Traugott Lindemann, Sohn des Christian Philipp Lindemann, gewesenen Kupferstechers und Malers bei der Manufaktur, verheiratet. Von den Stichen Lindemanns sind bei Nagler dreizehn aufgeführt.
- ↑ Außer Nagler vgl. Totenbuch der Stadtkirche 1754. nr. 150. Trauregister derselben 1759. S. 229. Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften 14, 318.