Meißner Künstler:Friedrich Andreas Ulrich
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[89] Friedrich Andreas Ulrich[1] war der Sohn eines Bauern in der Nähe von Meißen und um 1750 geboren. Bei Lindner in Dresden lernte er die Stuccatur und bei Schadow in Berlin die Bildhauerkunst; dann arbeitete er eine Zeitlang für den Prinzen Heinrich von Preußen in Rheinsberg. 1799 stellte er, nachdem er Paris besucht hatte, eine Sibylle und 1805 die Kolossalbüste des Kurfürsten von Sachsen in Gips aus. 1806 entstanden die schönen Büsten des Mineralogen Werner, des Malers Grassi und des Kaisers Napoleon. 1807 vollendete er die von der Schlange getötete Eurydice und die Büste des Grafen von Bose, 1808 ein junges Mädchen, das in den Sand schreibt, und Amor Vögel fütternd, außerdem eine Psyche und die Büste des Kaisers Alexander. 1809 ging er nach Moskau; von da an hörte man nichts mehr von ihm.
- ↑ Meusel, Archiv für Künstler 2, 102. Derselbe, Künstlerlexikon 2, 465. Füßli, Künstlerlexikon 2, 4007. Müller, die Künstler aller Zeiten und Völker 3, 723.