Meißner Künstler:Georg Wilhelm Grünewald
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[35] Georg Wilhelm Grünewald,[1] ein Sohn des Porzellanmalers Georg Andreas Grünewald, geb. in Meißen den 27. November 1749. In Dresden bildete er sich auf der Akademie zum Maler und Kupferstecher und war Schüler A. Zinggs. 1775 fand er eine Anstellung als Maler an der Meißner Manufaktur. Durch seine Arbeiten, besonders im Kupferstich, machte er sich einen Namen. Man kennt von ihm große Charakterköpfe und 14 kleinere Köpfe nach Rafael; ferner ein zart gestochenes Querfolioblatt mit Figuren und Kindergruppen (1771) und Stiche nach Bildern von dem Niederländer Berghem und von Le Moyne, dem Hofmaler Ludwigs XV. Eine Anzahl derselben ist im Besitze seines Enkels, des Fabrikbesitzers Grünewald in Meißen. Er starb am 17. April 1831.
- ↑ Mannschaftsbuch der Königl. Manufaktur 1744/95. Etat derselben 1812. Fol. 37. Füßli, Künstlerlexikon 1, 490. Nagler 5, 405.