Meißner Künstler:Johann Gregorius (Georg) Herold
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[40] Johann Gregorius (Georg) Herold[1] (seltener Hörold) [41] war der Sohn eines Schneiders zu Jena und der erste bei der Manufaktur 1720 angestellte Kunstmaler. Vorher war er an der Wiener Porzellanfabrik thätig gewesen. Seine Anstellung in Meißen erfolgte unter der Bedingung nicht allein selbst zu malen, sondern auch Maler heranzubilden. Seit 1732 behielt er gegen einen festen Gehalt von 1000 Thalern jährlich nebst freier Wohnung und Feuerung nur noch die Aufsicht über die Malerei, um welche er sich wie auch um das Technische der Fabrikation große Verdienste erwarb. 1722 lieferte er Zeichnungen von ganzen Karnevalsbanden. Aus dem Jahre 1726 sind von ihm fünf „leicht und geistreich geätzte Blätter mit menschlichen Figuren, Geflügel, Bäumen im chinesischen Geschmack“ bekannt. Schon 1725 führte er den Titel eines königl. polnischen und kurf. sächsischen Hofmalers, seit 1735 den eines Hofkommissars; später wurde er zum kurf. Bergrat ernannt und starb als solcher am 26. Januar 1775 in seinem 79. Lebensjahre.
- ↑ Trauregister der Stadtkirche 1725. S. 197. Klemm, die Königl. sächs. Porzellansammlung 1834. S. 39. Engelhardt, J. F. Böttger 1837. S. 525. 548. Böhmert, urkundliche Geschichte und Statistik der Meißner Porzellanmanufaktur. S. 5. 25. Nagler, Künstlerlexikon 6, 220. Bürgerbuch (Stadtarchiv) nr. 144. S. 272. Totenbuch der Stadtkirche z. g. J.