Meißner Künstler:Johannes Wehle
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[92] Johannes Wehle,[1] Sohn des auch als Maler bekannten, früher hier wohnhaften Gerichtsassessors a. D. Robert Wehle, geboren den 4. Juni 1848, erhielt den ersten Unterricht im Zeichnen von seinem Vater und besuchte dann die Zeichenschule der Manufaktur und nachher die Akademie in Dresden. Von da begab er sich nach Weimar zu Professor Pauwels. Nach seiner Rückkehr nach Dresden 1869 hatte er besonders mit kleinen Bildern, Frauengestalten darstellend, viel Glück. 1872 zog er nach München, vertauschte dieses aber wegen seiner Gesundheit bald mit Wien. Dort verlegte er sich fast ausschließlich auf Illustrationen, durch die er mit den meisten großen Verlagsfirmen Deutschlands und Österreichs in Verbindung stand. In den letzten fünfzehn Jahren mag er zwischen 1500–1600 solcher Illustrationen gefertigt haben. Erwähnenswert ist auch die Kopie des Makartschen Bacchantenzuges, die er für einen Kunsthändler malte. Seit vier Jahren lebt Wehle in eifrigem künstlerischen Schaffen in Brunn in Niederösterreich.
- ↑ Nach eigenen Mitteilungen des Künstlers.