Meißner Künstler:Karl Gottlob Ehrlich

Johann Gottlieb Ehder Lebensläufe Meißner Künstler (1888) von Wilhelm Loose
Karl Gottlob Ehrlich
August Ferdinand Elzolz
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[29] Karl Gottlob Ehrlich[1] stammte aus Torgau und kam 1763 von da als Malerlehrling an die Manufaktur. Ob er sich noch in Dresden als Landschaftsmaler ausgebildet hat, ist nicht bekannt. Er starb unverheiratet 55 Jahre alt als Zeichenmeister an derselben am 13. Oktober 1799. Ehrlich gehört zu den bedeutenden Künstlern seiner Zeit; in den Künstlerlexicis ist er viel zu wenig gewürdigt worden. Von seinen zahlreichen Bildern in Gouache und Öl sind in Dresden und Meißen viele [30] erhalten; unter anderem besitzt der Verein für Geschichte der Stadt Meißen von ihm vier sehr gute Tuschzeichnungen von Meißner Örtlichkeiten, sowie den Eisgang von 1799 in Gouache. 1784 stellte er in Dresden Landschaften aus, worunter die Gegend des Serkowitzer Hegers die beste war; 1787 folgte ein Prospekt von Dresden in Wasserfarben und 1790 ebenfalls auf der Dresdner Kunstausstellung ein großes Ölbild der Stadt Meißen. Nach einem Bilde Ehrlichs von 1782 stach J. Balzer den Meißner Dom für Ursinus, Geschichte der Domkirche zu Meißen. Von künstlerischer Vollendung sind die Radierungen Ehrlichs. Bekannt sind folgende: Das Meißner Schloß. „Ehrlich F. 1769.“ „Prospect von dem Chur-Sächsischen Schlosse zu Meißen und umliegenden Gegend, wie sich solches gegen Mittag P(r)esentiret. C. G. Ehrlich. F. 1770.“ Noch wird ein Schäferstück von ihm in antikem Geschmacke erwähnt.


  1. Mannschaftsbuch der Königl. Manufaktur 1744/95. Hasche, Magazin der sächsischen Geschichte 1, 181. 4, 184. 7, 316. Füßli, Künstlerlexikon 1, 322. Nagler, Künstlerlexikon 4, 92. Totenbuch der Stadtkirche z. g. J. Neue Bibliothek der schönen Wissenschaften 18, 208.