Meißner Künstler:Sigmund Karl August Ringler
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[79] Sigmund Karl August Ringler,[1] geb. den 6. Februar 1837 in Kloster-Kirchheim im Ries in Württemberg, wo der Vater Rentamtsaktuar des Fürsten von Oettingen-Wallerstein [80] war, besuchte die Gewerbeschule in Nördlingen und darauf die polytechnische Schule in München. 1855 trat er als Volontär in die Königl. Porzellanfabrik zu Nymphenburg bei München ein, woselbst er unter Leitung des Direktors Professor Neureuther hauptsächlich im Modellieren von Lithophanien beschäftigt wurde. Als diese Fabrik aufhörte Kunstinstitut zu sein, kam Ringler 1856 an die Meißner Manufaktur, an der er unter Professor Leuteritz als Bossierer eine sechsjährige Lehrzeit durchmachte. Nachdem er darauf noch eine Zeitlang die Kunstakademie in München besucht hatte, wurde er hier als Bossierer und später auch als Modelleur angestellt. Im Fache der Ornamentik gehört er zu den geschicktesten Künstlern der hiesigen Manufaktur.
- ↑ Nach eigenen Mitteilungen des Herrn Ringler.