Meißner Künstler:Wilhelm Gebhardt

Christian Salomon Gärtner Lebensläufe Meißner Künstler (1888) von Wilhelm Loose
Wilhelm Gebhardt
Max Gebhardt
  Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

[31] Wilhelm Gebhardt[1] ist den 30. November 1827 in Fischergasse bei Meißen geboren. Nach dem frühen Verluste seines Vaters lebte er mit seiner Mutter bei einem älteren Verwandten im Burglehen, wo auch Ludwig Richter wohnte, mit dessen Sohne er heranwuchs. In der Malstube des nachmals so berühmten Künstlers war er oft, und die Bilder desselben wurden für die Wahl seines Lebensberufs maßgebend. In der Zeichenschule der Manufaktur legte er den Grund seiner Ausbildung; an der Dresdner Akademie vollendete er dieselbe als Landschaftsmaler. Zugleich wohnte er mehrere Jahre im Hause Ludwig Richters und nahm an dessen Unterricht teil. Nachdem er das Atelier Richters verlassen hatte, war er eine Reihe von Jahren an der Meißner Manufaktur thätig und gab daselbst auch Unterricht im Zeichnen. 1866 zog er nach Dresden, um Aufträge für Landschaftsbilder auszuführen, die im Besitze der fürstlichen und gräflichen Familie Schönburg sind. Andere Aquarellbilder entstanden im Auftrage des Königs Johann und später auch des Königs Albert. Seit 1874 erteilt Gebhardt auch den Zeichenunterricht an dem Königlichen Gymnasium in Neustadt-Dresden.


  1. Nach eigenen Mitteilungen des Herrn Gebhardt.