Mein Herz, mein Herz ist traurig

« Ich weiß nicht, was soll es bedeuten Buch der Lieder (1827) Im Walde wandl’ ich und weine »
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III.

     Mein Herz, mein Herz ist traurig,
Doch lustig leuchtet der Mai;
Ich stehe, gelehnt an der Linde,
Hoch auf der alten Bastei.

5
     Da drunten fließt der blaue

Stadtgraben in stiller Ruh’;
Ein Knabe fährt im Kahne,
Und angelt und pfeift dazu.

     [180] Jenseits erheben sich freundlich,

10
In winziger, bunter Gestalt,

Lusthäuser, und Gärten, und Menschen,
Und Ochsen, und Wiesen, und Wald.

     Die Mädchen bleichen Wäsche,
Und springen im Gras’ herum;

15
Das Mühlrad stäubt Diamanten,

Ich höre sein fernes Gesumm’.

     Am alten grauen Thurme
Ein Schilderhäuschen steht;
Ein rothgeröckter Bursche

20
Dort auf und nieder geht.


     Er spielt mit seiner Flinte,
Die funkelt im Sonnenroth,
Er präsentirt und schultert –
Ich wollt’, er schösse mich todt.