Mene Tekel

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Mene Tekel.

Sitt’ge Mienen, weisse Schminke,
Greller Diamantenglanz,
Halb verhüllte üpp’ge Glieder
Und ein vornehm-freier Tanz.

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Tief gesenkte keusche Augen,

Auf den Lippen lockern Scherz
Und französisch-seichte Phrasen,
In der Brust ein leeres Herz;

Schlaffe Züge, welke Lippen

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Näselnd läppisch-träger Ton,

Pferd’ und Hunde ihre ganze
Wissenschaft und Passion.

Und das lebt so geistverachtend,
Selbstgenügsam sorglos hin,

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Flammt auch auf den gold’nen Wänden:

Mene tekel upharsin![WS 1]


Ada Christen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: npharsin