Nähe des Geliebten (1796)


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Nähe des Geliebten.


Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
      Vom Meere strahlt.
Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
      In Quellen mahlt.

5
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege

      Der Staub sich hebt,
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
      Der Wandrer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen

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      Die Welle steigt.

Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
      Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,
      Du bist mir nah.

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Die Sonne sinkt, bald leuchten nur die Sterne,

      O! wärst du da!

GÖTHE.