Καρῶν λιμήν[WS 1] (Arrian. peripl. Ponti Eux. 35 und daraus Anon. peripl. Ponti Eux. 75. Mela II 22 portus Caria), ‚Hafen der Karer‘ am linkspontischen Ufer, 180 Stadien südlich von Kallatis. Der Name scheint auf karische Kolonisation zu deuten. Auch die Umgebung hieß Καρία. Er befand sich zwischen heutigem Mangalia und Kaliakra, ist aber nicht genan zu lokalisieren. ‚Es wird darunter an der nun hafenlosen Flachküste ein Strandsee zu verstehen sein, der ehedem mit dem Meere in Verbindung stand, am ehesten die Lagune Sal-Musch, nordwestlich von Schábla-Burun, die gegenwärtig nur eine schmale Nehrung vom Pontus scheidet‘ (Weiss Die Dobrudscha im Altertum 73). Dieses Karien ist wohl bei Porphyr. FHG III 710 gemeint, wo über Seleukos Kallinikos folgendes erzählt wird: Attalum in Thraciam usque fugiens, post pugnam in Caria patratam, vita excessit. Ob hierher auch Stephan. Καρὸς κῆποι, χωρίον Θρᾴκης, ὡς Θεόπομπος ν' zu beziehen? Vgl. Kiepert FOA XVII.