RE:Κυλικρᾶνες
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Urbevölkerung bei Trachis, dem späteren Herakleia | |||
| Band XI,2 (1922) S. 2452–2453 | |||
| Bildergalerie | |||
| Register XI,2 | Register kl | ||
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Κυλικρᾶνες [...] [2453] ΔνΜχρανες μοδ
Die Lage des Gymnasions ist noch nicht gesichert. Ans Plut. Kleom. 17. 26; Pyrrh. 32 geht hervor, daß es außerhalb der Stadt, nicht weit vom Tore Διαμθαρες lag, das nach Tiryns und Nauplia führte; nach Liv. XXXIV 26, 2 war es weniger als 300 Schritt von der Mauer entfernt. So suchen es CurtiusPelop.il 359 und Vollgraff Bull. hell. XXXI 178 (vgl. die Karte von Argos Taf. VD mit Rücksicht auf den Weg) der Beschreibung des Pausanias bei der Kirche Hag. Konstantinos; hier förderten Nachgrabungen ein großes Mosaikpflaster von 50 X 7 m aus römischer Zeit zutage, das Vollgraff dem Hofe des Gymnasions zuschreibt; so auch Baedeker⁵ 340. Dagegen will Robert Pausanias 138, 2 das Gymnasion weiter nördlich ansetzen in der Fortsetzung der ,Geraden Straße⁴, also in der Achse des Marktes, etwa in der Gegend von Hag. Petros.
) Im Gymnasion selbst befand sich nach Paus. II 22, 9 ein Standbild der Athena Pania; auch zeigte man hier die Gräber des Sthenelos und Kylarabes.
Vom Gymnasion aus drang im J. 272 der König Pyrrhos dflrch das Tor Diampares in die Stadt ein (Plut. Pyrrh. 32); im Frühjahr 222 geriet es bei einem Angriff des Kleomenes auf den in Argos befindlichen Antigonos von Makedonien in Gefahr, von den Lakedaimoniern angezündet » zu werden; doch wurde die Brandstiftung durch Kleomenes verhindert (Plut. Kleom. 26). Im Kriege der Römer gegen Nabis (195) fand beim Gymnasion ein kleines Gefecht zwischen einer römischen Abteilung des T. Quinctius und den Spartanern statt, die Argos besetzt hielten (Liv. XXXIV 26, 2). Vgl. auch Leake Morea II 407. Bursian Geogr. II 55.
Κυλικρανες, eine Urbevölkerung beiTrachis, dem späteren Herakleia, die von den einwandern-den, in der Sage durch Herakles vertretenen hellenischen Stämmen unterworfen wurden. Herakles erlegte den Eurytos (den König von Oichalia) und brandschatzte die K. und gründete dort das tra-chinische Herakleia, Skythinus Teius bei Athen. XI 46If. = FHG IV 491. Diese Sage ist natürlich ursprünglich trachinisch und erst nach 426 auf Herakleia übertragen, Eurytos erscheint hier im Zusammenhang mit den K., und in der Tat gab es in der dortigen Gegend ein monumentum Euryti, das in der Grenzinschrift Hypata-Lamia genannt wird CIL III 586,[1] 14. 12306. Auch lag bei Trachis eine Stadt Oichalia, Strab. X 448. Steph, s. v. Kip Thess. Stud., Halle 1910, 38. Gruppe Griech. Myth. 489f. Dies muß eben die Stadt des Eurytos und die Hauptstadt der K. gewesen sein. Sie wird sonst nie genannt. Couve wollte das Ethnikon ὈΙχνλειέος in einer delphischen Inschrift in Οἰχαλειέος ändern, aber die Lesung ist sicher und auch anderwärts bezeugt, Jardé Bull. hell. XXVI 1902, 285. Pomtow Syll? 564 not.4. Ebenso läßt sich eine von Lolling versuchte Ergänzung des Namens nicht halten IG IX 2. 7 add. VIII. In geschichtlicher Zeit waren die K. eine Art von Penesten, die den Maliern und später den ötäern in Herakleia in der Ebene zwischen der Stadt und dem Spercheios als Landarbeiter dienten, Hermippos bei Athen. XI 461 e = CAF I 246 frg. 70. 71 K, Die Herakleioten behandelten sie [2453] 2458 Κυλινδρένη
als fremdstämmig und gaben ihnen kein Bürgerrecht, Polemon Iliensis bei Äthen. XI 462 a = FGH III 133 frg. 56. Um so beißender ist der Spott des Hermippos a. O., der die Herakleoten selbst unter den K. versteht, weil sie sich von Sparta hatten helotisieren und lakonisieren lassen. Die K. hatten den unhellenischen Brauch, sich am Oberarm zu tätowieren, vgl. Wolters Herm. XXXVIII 269. Die Angabe, daß diese Einritzung die Form einer κύλιξ getragen habe, verdient weniger Glauben, da sie nur den Namen durch eine Volksetymologie erklären will, Polemon a. O. Hesych. s. v. Macrob. Sat. V 21, 18. Als später ein ganzer Sagenkomplex von Trachis, Herakles, Omphale mit lydischen Sagen angeglichen wurde, entstand die Mythe, daß die K. mit Herakles aus Lydien nach Trachis eingewandert seien, Polemon-a. 0, Nicander Thyatir. Athen XI 461 f = FHG IV 462. Bursian Geogr. v. Griech. I 94. O. Müller Dorier I² 431, 5. G. Gilbert Griech. Staatsaltert. II 17, 2. Gruppe Griech. Mythol. 498, 4. Roscher Myth. Lex. III 1, 871, 52ff. [F. Stählin.]
Κυλινδρίνη , nach Ptolem. VÎI 1, 42 Landschaft im Norden Indiens, zwischen dem Quell-gebiet der Flüsse Hyphasis (Vipasä), Zadadros (èatadru), Diamuna (Jamuna) und Ganges, heute etwa Lahore. Im indischen Epos kommt ein Volk der Kulinda vor, das im westlichen Himalaya bis zu den Gangesquellen im Osten wohnt; ihre Stadt lag im Schneegebirge, aber ein Teil hieß Kulindopatyaka ,Kulinda der Vorberge*. Sie sind wohl ein arisches Volk, wenn auch von der Kultur der Ebene wenig berührt; daß sic zum Reich der Kaspeiraioi gehörten, ist unwahrscheinlich; die Gleichsetzung mit den Khiu-luto oder Kuluta des Einen Thsang wird von Lassen bestritten, vgl. Ind. Altertumsk. I² 660f. III 148. Müller zu Dionys. perieg. 1145ff.; Geogr. Gr. min. II 174f
Κυλισις s. Pale und Pankration.