2) Alter Name von vier kleinen Nebenflüssen der Donau und Altmühl, heute Laber (Laaber), alle in Bayern [Andree Handatlas⁶·⁷ 70 F 3 und G 4], nach Holder keltisch = ,die schwatzende, rauschende‘, Femininum zu Labarus, welches Sil. IV 232 als Name eines Galliers gebraucht; doch vertritt Förstemann Altdeutsches Namenbuch³ II 2, 1 deutsche Herkunft. Denselben Ursprung nimmt Holder an für die Leber im Elsaß [Andree⁶·⁷ 67 D 4], auch Leberach, franz. Lièpvre, Lièpvrette genannt, einen Nebenbach des Gießen-Bachs in den Kreisen Rappoltsweiler und Schlettstadt, welcher jedoch in einer Originalurkunde Karls d. Gr. vom J. 744 (Mon. Germ. Diplom. Karolin. I nr. 84 p. 121f.) Laimaha und Laima heißt; vgl. das Reichsland Elsaß-Lothringen I 563. [Nach der Leber ist benannt die Benediktinerabtei Lebbraha (J. 853: Mon. Germ., Capitul. reg. Franc. II p. 423, 5), jetzt Dorf Leberau im Kanton Markirch.] Holder Altcelt. Sprachsch. II 113f. (Art. Labara und Labarus). Cramer Rhein. Ortsnamen 11 führt dieselben Flußnamen unter den ligurischen Namen auf.