2) Λειμώνη (bei Kallimachos heißt sie nach Schol. Aisch. in Tim. 182 [281 Schultz] Λειμωνίς; vgl. frg. 457 Schn.), Tochter des Medontiden Hippomenes in Athen. Von einem Bürger verführt, wurde sie auf Befehl ihres Vaters mit einem [1864] Pferde zusammen eingemauert. Dies fraß sie auf. Aisch. in Tim. 182; vgl. Ovid. Ib. 335 und 459. Weitere Stellen gesammelt von Ellis zu Ibis 459. Pape-Benseler Eigennamen s. Ἱππομένης. Zur Zeit des Aischines zeigte man noch Grundmauern des Gebäudes. Der Ort hieß παρ’ ἵππον καὶ κόραν oder ἵππου καὶ κόρης. Nach Judeich Athen 165 bezeichnet der Name wahrscheinlich eine Straßenkreuzung; vgl. Eitrem o. Bd. VIII S. 1888. Roscher Myth. Lex. II 1934. Die Geschichte ist offenbar erfunden zur Erklärung des Ortsnamens und stammt somit aus einer Atthis. Ursprünglich handelte es sich um ein rasendes Pferd; vgl. den Namen des Vaters. Statt dessen scheint Ephoros rationalistisch erklärend ein hungriges eingeführt zu haben; vgl. Busolt Gr. Gesch. II² 130, 4.