2) Ptolem. VII 2, 25, ein Emporium auf der Südspitze des goldenen Chersones in India extra Gangem. Ptolemaios setzt die Stadt unter 160° östl. und 3º südl. Um ihre Lage zu bestimmen, haben wir, was bisher nicht beachtet ist, auf die Marinoskarte von Hinterindien zurückzugehen, die 45° weiter nach Osten, bis zum 225. Grad von den Glücklichen Inseln, reichte; denn sie gibt die Distanzangaben der Seefahrer — hier ist es wohl der bei Ptolem. I 14 erwähnte Alexandros — am unmittelbarsten wieder. Erst wenn wir diese Karte rekonstruieren, stellt sich das erwartete Resultat heraus, daß die Goldene Chersones nach Form und Länge ihrer Küstenabschnitte der Malayischen Halbinsel entspricht; hiernach dürfen wir Σ. dorthin setzen, wo heute Singapur liegt. Wie der Name und der Zusatz ἐμπόριον schließen lassen, scheint es sich um eine bedeutende altindische Handelsstation zu handeln. Das ist um so bemerkenswerter, weil für die Zeit des Mittelalters an derselben Stelle kein Hafenort nachzuweisen ist.