RE:Σάγγαλα

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Saggala, Stadt der indischen Kathaier
Band I A,2 (1920) S. 1740
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Σάγγαλα, nach Arrian. anab. V 22, 4–24, 8 eine größere Stadt der Kathaier, einer indischen Völkerschaft, die dem Alexander bei seinem Eroberungszuge durch das Fünfstromland 326 v. Chr. tapferen Widerstand leistete; vgl. auch Polyaen. IV 3, 30. Die Stadt hatte eine Mauer aus Ziegeln und lag in der Nähe eines Hügels, den ein ansehnliches indisches Heer durch eine dreifache Wagenburg befestigt hatte, als es das Herannahen der Makedonier erwartete; aber der Hügel ward erstürmt, und trotz hartnäckiger Gegenwehr endete die Belagerung der Stadt mit ihrer Übergabe und Zerstörung. Ob sie später wieder aufgebaut wurde, wird uns nicht überliefert. Jedenfalls liegt kein Anlaß vor, Σ. mit der von Ptolemaios VII 1, 46 erwähnten Stadt Σάγαλα ἡ καὶ Εὐθυδημία gleichzusetzen, wie es Cunningham The Anc. geogr. of India I 179 und nach ihm andere getan haben, eine Annahme, die Rodgers Report on Sangala Tibba, Proc. Asiat. Soc. Bengal 1896, 81 als Irrtum nachgewiesen hat. Während Sagala das östlich des Akesines oder Chenab gelegene Siâlkot ist (s. den Art. Σάγαλα Nr. 1), haben wir die Stadt Σ., wenn wir uns eng an Arrian. anab. V 22, 3. 4 halten, drei Tagemärsche östlich des Hydraotes oder Irâvati zu suchen, und zwar im heutigen Distrikt Gurdâspur nordöstlich von Lahore. Der Name Σ. geht wohl auf sanskr. Sâmkala zurück.