Σαβᾶραι (Ptolem. VII 1, 80), ein Volk in India intra Gangem, das hinter den Maisoloi und in der Nähe des Ganges wohnte, sicherlich identisch mit den Suari des Plinius (n. h. VI 69). H. Kiepert (vgl. seine Karte bei Pullé La cartografia antica dell’India, Tafel 1) setzt sie in den gebirgigen Südwesten der Provinz Bengal, ins Gebiet des oberen Suvarna-rekha und Dharmôdaja, womit er den Dosaron und Adamas des Ptolemaios identifiziert; anders Tomaschek, der den Adamas für den Suvarna-rekha hält, s. den Art. Adamas. In demselben Artikel wird gesagt, daß in diesen Gegenden noch heute Diamanten vorkommen, die bei den Σ. massenhaft auftreten sollen. Ihre Ortschaften Tasopion und Karikardama lassen sich auf den heutigen Karten nicht feststellen. Als Abkömmlinge der Σ. betrachtet man die Bergstämme der Sāvarigā oder Sābar, auch Mālē genannt; sie wohnen gegenwärtig südlicher, in Orissa und den umliegenden Bergländern der Zentralprovinzen und von Madras. Sprachlich gehören sie zu den von altersher eingesessenen Kōl-Völkern. Vgl. Athelstane Baines Ethnography; Grundr. d. Indoarischen Philologie u. Altertumsk. II 5, S. 115, 121.