Σαβῶκοι, nach Ptolem. III 5, 8 ein sonst unbekanntes Volk des europäischen Sarmatiens, an der Westgrenze gegen Germanien. Nach Zeuss Die Deutschen 262 sind sie ein dakischer Stamm in der Nähe der Weichselquellen. Schafarik Slav. Altert. I 206 zerlegt den Namen in Σαν und βωκοι, erklärt die letzteren Silben als slav. boku, d. i. Ufer, so daß er dem Ganzen die Bedeutung ‚die am Ufer des San‘ (Westgalizien) gibt. Gegen diese Erklärung aus dem Slavischen wendet Müller Ptolem.-Ausg. I 425 ein, daß es ähnliche Formen auch in germanischen Namen gibt, wie die Τρίβοκοι am Rhein und den Μελίβοκον ὄρος.