b) Eponymer Beamte in Kyzikos.
Gewöhnlich ist die ionische Form in den Inschriften: ἐπὶ ἱππάρχεω, daneben auch ἱππάρχου und ἱππαρχοῦντος. Das älteste Beispiel aus dem 4. Jhdt. v. Chr. ist Bechtel Inschr. d. ion. Dial. nr. 111; aus Philetairos’ Zeit Journ. hell. stud. XXII 194. Bull. hell. XII S. 188 nr. 1. Weitere Beispiele IG XII 8, 188, 6. Athen. Mitt. X S. 204 nr. 30; S. 200f. nr. 28 (ἱππαρχου) und nr. 29. Er ist auch in römischer Zeit noch nachzuweisen, z. B. Athen. Mitt. XXVI 121f.; ebd. VI 41 nr. 1 b. 43f. nr. 2. Rev. des ét. Grecq. VI 8f. CIG II 3658. Ja Kaiser Gaius hat selbst die H.-Würde in Kyzikos innegehabt (M.–Ber. Akad. Berl. 1874 S. 16 nr. 4). Über die historische Entwicklung, die den H. zum eponymen Beamten in Kyzikos machte, ist den Inschriften nichts zu entnehmen. Gelegentlich treten in römischer Zeit zwei H. zugleich auf (CIG II 3661), und im 2. Jhdt. n. Chr. ist einmal eine verstorbene Frau (ἡρωίς) als ἱππάρχουσα eponym (CIG II 3665).
Nachträge und Berichtigungen