Auximum (Αὔξιμον) Procop. b. Goth. II 10. 11; Αὔξουμον Strab. V 241; Einwohner Auximas), Stadt in Picenum, jetzt Osimo, in fester Lage auf einem isolierten Hügel, 12 Km. vom Meere. Die Annalen erwähnen öffentliche Bauten, Mauern und Tabernen am Forum zum J. 174 (Liv. XLI 21, 12. 27, 10) und 172 (Liv. XLII 20, 6): wahrscheinlich war schon damals die Bürgercolonie, die Velleius I 15 zum J. 157 erwähnt, deduciert. Unzuverlässig aber sind die Angaben des Liber colon. 253 (vgl. 227). Wegen seiner festen Lage wird es in den Bürgerkriegen öfters erwähnt (Plut. Pomp. 6. Caes. b. c. I 12. Lucan. II 466). A. gehörte zur Tribus Velina (Kubitschek Imp. Rom. tributim discriptum 62); es wird genannt von den Geographen (Strab. a. a. O. Plin. III 111) und Itinerarien (Tab. Peut. Guido geogr. p. 492 P. Itin. Ant. 313). Wenn eine Inschrift aus traianischer Zeit (CIL V 3825) A. als municipium bezeichnet, so muss ein Irrtum vorliegen, da zahlreiche andere den Charakter als Colonie bezeugen. Im 6. Jhdt. n. Chr. erfreute sich A. einer hohen Blüte, Procopius nennt es die bedeutendste Stadt von Picenum und Ancona ihren Hafen (b. Goth. II 10. 11. 13. 16. 23—27. III 11 u. s. w.); es blieb noch lange unter byzantinischer Herrschaft und stand als einer der Hauptorte der ‚Pentapolis‘ unter dem Exarchen von Ravenna; vgl. Talleoni Istoria di Osimo, Osimo 1807, 2 Bde. Lateinische Inschriften aus A. CIL IX 5823—5888. 6383—6385.
Nachträge und Berichtigungen
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- S. 2622 zum Art. Auximum:
Gräber aus dem 4. Jhdt. v. Chr. Not. d. scavi 1891, 282. Zur Litteratur s. Mau Katalog d. röm. Institutsbibliothek I 176.
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Auximum
Picen. Stadt. (L) S I.
[Hans Gärtner. ]