26) Jüngerer Sohn des großen Agathokles, den dieser 314 mit nach Afrika nahm. Nach Polyaen. V 3, 4 war er damals ein heranwachsender Jüngling, den Agathokles Ophellas als Geisel zusandte, um ihn zu betören. In der Tat fand Ophellas großes Gefallen an dem Prinzen, nach Just. XXII 7, 6 adoptierte er ihn sogar und ließ sich infolgedessen zu seinem Verderben von Agathokles überlisten. Bei seinem ersten Fluchtversuch wollte der Vater H. mit nach Syrakus zurücknehmen, ward aber daran von den Soldaten verhindert (Diod. XX 68, 3); als er dann später die Flucht unter Preisgabe seiner Söhne bewerkstelligte, wurden Agatharchos sowohl wie H. von den erbitterten Soldaten ermordet (Diod. XX 69, 3. Spätherbst 307, vgl. die Darstellung bei Freeman Hist. of Sic. IV 316ff. 514f. Niese Gesch. d. griech. u. maked. Staaten I 458. Beloch Griech. Gesch. III 1, 200–205).