55) H. aus Erythrai, häufig bloß ὁ Ἐρυθραῖος genannt, Schüler des Chrysermos, ein angesehener Herophileer (Gal. I 305), lebte zu Strabons Zeiten (Strab. XIV 645 ἐκ δ’ Ἐρυθρῶν καθ’ ἡμᾶς Ἡ. Ἡροφίλειος ἰατρός, συσχολαστὴς Ἀπολλωνίου τοῦ Μυός). Er kommentierte das dritte und sechste Buch der Hippokratischen Epidemien (Gal. XVII A 793. B 208), vielleicht auch das zweite (Gal. XVIIA 794), und hatte nachgewiesen, daß die Siglen im dritten Buche von Mnemon herrührten (Gal. XVIIA 608). Ferner schrieb er mindestens sieben Bücher περὶ τῆς Ἡροφίλου αἱρέσεως (Gal. VIII 741ff. 955), in denen er eingehend über den Puls handelte, den er als eine Zusammenziehung und Ausdehnung des Herzens und der Arterien, bewirkt durch ζωτικὴ und ψυχικὴ δύναμις, definierte.