62) Herakleides, Maler aus Makedonien, dessen Blütezeit in die Mitte des 2. Jhdts. v. Chr. fällt. Plinius (n. h. XXXV 135) bezeichnet ihn als namhaften Meister, während er ihn XXXV 146 aus anderer Quelle unter die non ignobiles, in transcursu tamen dicendi einreiht. Kalkmann (Quellen d. Kunstgesch. des Plinius 226) nimmt deshalb an, daß die ausführlichere Angabe an
der ersten Stelle nachträglich eingeschoben sei. Plinius gibt dort die Datierung: H. sei nach der Niederlage des Perseus von Makedonien nach Athen gezogen, und erzählt, daß er ursprünglich Schiffe bemalt habe — eine Anekdote, die auch von Protogenes berichtet wird, wo sie ätiologischen Charakter hat (Sellers The elder Pliny’s[WS 1] chapters on art 137); hier ist sie an sich nicht unglaublich und könnte als gut bezeugt gelten, falls Kalkmanns Vermutung, daß sie aus Apollodors Chronik stammt, das Richtige trifft (a. a. O. 35). Brunn Gesch. der griech. Künstler II 294.