RE:Herennius 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Gastgeber der römischen Gesandten in Brundisium
Band VIII,1 (1912) S. 662
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1) Herennius. Im J. 582 = 172 wurde König Perseus von Makedonien in Rom angeklagt, er habe einen angesehenen Mann in Brundisium, bei dem sowohl die römischen nach dem Osten reisenden Gesandten wie die von dort nach Rom gehenden fremden Gesandten gastliche Aufnahme fanden, zu bestimmen gesucht, er solle die ihm von dem Könige zu bezeichnenden seiner Gäste mit Gift aus dem Wege räumen. Der Brundisiner heißt bei Liv. XLII 17, 2 L. Rammius (ebd. 3. 8. 41, 4 Rammius ohne Praenomen), dagegen bei Appian. Mac. 11, 7 dreimal Ἑρέννιος. Man hat diese letztere Lesart zu Gunsten der ersteren verworfen (vgl. Nissen Krit. Untersuch. 115. 251), doch liegt die Wahrheit vielleicht in der Mitte. Denn in genau denselben Jahren nennt eine Inschrift in Dodona (Griech. Dialektinschr. II 1339, angeführt o. Bd. IV S. 2218, 65 und V S. 2589, 48) einen Γάιος Δάζουπος Ῥέννιος Βρεντεσῖνος, und Rennius wird daher die echte Form des Namens auch jenes literarisch bezeugten Brundisiners sein, der mit dem andern die Beziehungen zu Makedonien und Epirus gemein hat und gewiss nahe verwandt war.