Hermapias (Hermappias). Ein nach Aristarch lebender Grammatiker. Die Homerscholien zur Ilias zitieren ihn dreimal für orthographische und prosodische Kontroversen. Il. IV 235 (aus Herodianos) wird er als Gegner Aristarchs und des Ptolemaios Ascalonita für die Schreibung ψεύδεσιν, statt ψεύδεσσιν, angeführt, wozu der Scholiast die denkwürdige Bemerkung macht καὶ μᾶλλον πειστέον Ἀριστάρχῳ ἢ καὶ Ἑρμαπίᾳ, εἰ καὶ δοκεῖ ἀληθεύειν! ΧΙ 326 παλινορμένως: Τυραννίων δύο ποιεῖ, ὁ δὲ Ἑρμαπίας σύνθετον ἐνδέχεται καὶ Ἀρίσταρχος usw. XIII 137 Über den Akzent von ὀλοοίτροχος: Δημήτριος ὁ γονύπεσος δασύνει, ebenso H., Nikias, Aristeas, Aristonikos. Dagegen ψιλοῦσι καὶ παροξυνοῦσιν Komanos und der obenerwähnte Ptolemaios. Nach der Art, in der H. selbst in diesen dürftigen Proben angeführt wird, scheinen seine Untersuchungen nicht unbedeutend gewesen sein.
Nachträge und Berichtigungen
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Hermapias
Lyk. Grammatiker in späthellenist. Zt. S III; vgl. Hermapion (S III 1124).
[Hans Gärtner. ]