RE:Hikesios, Hikesia 5

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
unvollständig  
Dieser Text ist noch nicht vollständig. Hilf mit, ihn aus der angegebenen Quelle zu vervollständigen! Allgemeine Hinweise dazu findest du in der Einführung.
Berühmter Arzt
Band VIII,2 (1913) S. 15931594
en:Hicesius in der Wikipedia
GND: 102395535
Hikesios in Wikidata
Bildergalerie
Register VIII,2 Register hi
Link für WP   
* {{RE|VIII,2|1593|1594|Hikesios, Hikesia 5|[[REAutor]]|RE:Hikesios, Hikesia 5}}        

5) [...] [1594] of dass. stud. at Athens II 79ff. steht neben Zeus Soter (nr. VIII), Zeus Xenios (XI), Zeus Keraunios (XV), Zeus Ktesios (XIX) ein Δαίμων Μέγιστος (IV) und ein Δαίμων Ἰκέσιος (XVI).

3. Apollon H. auf Münzen von Ephesos aus der Kaiserzeit, Head HN² 577, abgeb. Journ. hell. Stud. X 44 (Head). Catal. of gr. coins Brit. Mus. Ionia Taf. XIII 10,

4. Themis Ἰκεσίαν Aischyl. Suppl. 346.

[‌Jessen.] 1

RE:Hikesios 2

2) H. aus Chios, nahm in der peloponnesischen Flotte an der Schlacht bei Aigospotamoi teil als einer der Befehlshaber der Schiffe von Chios; seine Statue stand in der Gruppe in Delphoi (Paus. X

9, 9f.; vgl. Bull. heU. XXI 285ff.).

RE:Hikesios 3

8) H. aus Milet, zweites Mitglied (nicht der Führer) einer aus zwei Mitgliedern bestehenden milesischen Gesandtschaft, die im J. 169 v. Chr, zufällig in Alexandrien anwesend war - der Gesandtschaftszweck wird uns nicht angegeben -, ί als Antiochos Epiphanes gegen die Stadt vorrückte. Er gehört daun mit anderen, gerade in Ägypten befindlichen griechischen Gesandten und den ptolemäischen Unterhändlern der großen Gesandtschaft an, welche Ptolemaios VI. Philometor an Epiphanes sandte, um mit diesem unter Vermittlung der den Ptolemaiern zugeneigten griechischen Gesandten über den Frieden zu unterhandeln. Polyb. XXVIII 19, 5. 20, 3f. [Walter Otto.]

RE:Hikesios 4

4) Verfasser einer Schrift περὶ μυστηρίων nach, Clem. Alex. Protr. c. 5 (I p. 49, 10 Staeh.), der uns auch das einzige Fragment aus ihr Σκυτῶν Ôè οἱ Σαυρομάται... ἀκινάκην σέβουσιν erhalten hat Eine unsichere Vermutung über seine Lebenszeit bei C. Müller FHG IV 429.

RE:Hikesios 5

5) Hikesios, berühmter Arzt aus der Schule des Erasistratos, der in Smyrna gegen Anfang des 1, Jhdts. v. Chr. im Anschluß an ein karisches Heiligtum eine Ärzteschule gründete, die, wie Strab. XII 180 sagt, sich eines großen Ansehens ' erfreuen durfte und lange bestanden hat (Diog. Laert. V 6); der Name H. auch auf einer Münze Mionnet III nr. 1049. Sein Werk θρὶ ὕλης, das die Diät der Gesunden sowohl wie der Kranken behandelte, umfaßte wohl 2 Bücher; daß er daneben noch de conditura vini geschrieben haben soll - wie man aus dem Verzeichnis der Quellenschriftsteller zu Plin. XIV gewöhnlich schließt -, halte ich für falsch. Da sich Ausführungen über den Wein auch in seinem Werke περὶ ὕλης finden, braucht jenes nicht der Titel eines besonderen Buches zu sein. Die noch erhaltenen Fragmente stammen fast ausschließlich aus Athcnθios (s. dessen Index), der sie von Dorion, und aus Plinius, der sie von Sextius Niger entlehnt, Wellmann Herm. XXI V 568. H. selber schöpft wieder aus Diphilos, Wellmann Jahrb. f. Philol. CXXXVII 364ff. ,Fischkost für die Kranken* ist die Mahnung des R, die wir den bei Athenaios erhaltenen Fragmenten entnehmen können, in denen außer vier Molluskenarten folgende Fische erwähnt werden: Bonito (Thynnus pelamys), die nicht näher zu bestimmenden ἀχαρράτ, ἀνθίας, ΛΜχνλος, συναγρίς, συνίδων, φαγρος, zwei Sardellenarten, Zunge (Solea vulgaris), der kleingefleckte Katzenhai (Scyllium catulus), Goldmakrele (Coryphaena hippurue), vier Leuciscusarten, Seepapagei (Scarus cretensis), Thun, Aal, Knurrhahn [1594] (Trigla gurnardus), Scharfzähner (Pagellus centro-dontus) und Goldbrasse (Chrysophrys aurata), im ganzen also 26 eßbare Meertiere. Ferner hatte H. die Levkoie und Myrrhe erwähnt (Athen. XV 681c. 689 c), dann auch (Plin. n. h. XX 35) über die Rapunzel (Sium sisarum) gesprochen. Außerdem erwähnt Plinius, der ihn übrigens XXVII 31 non parvae auetoritatis medicum nennt, noch XII 40 ein Mittel gegen Zahn-, Seiten- und .0 Lendenschmerzen, das aus den Wurzelknollen des eßbaren Zypergrases (Cyperus esculentus) und den Früchten des gemeinen Weißdorns (Crataegus oxyacantha) besteht (dasselbe auch bei Diosc. III 19). Über die Zubereitung von Wein s. Plin. n. h. XIV 130 und Diosc. V 43. Ein Allerweltsmittel von ihm, eine Art Theriak, kurz ἡ 'Ἰκεσίαν genannt, erwähnt Galen öfter in Exzerpten aus Heras (XIII 780. 787) Andromachos (809), Hera-kleides von Tarent (811) und anderen (814); aus-30 geschrieben Paul. Aeg. III 64. VII 17; Tertull. de anima 25 nennt H. et naturae et artis praevarica· torem. Der H. bei Clem. Alex, protr. 37, 1 hat mit dem Arzte nichts zu tun (s. o. S. 1592).

[Gossen. ]