Hileia, Ortschaft in Mesopotamien, Ammian. Marc. XVII 5, 7 = Eleia; s. o. Bd. V S. 2308. Berühmt durch die nächtliche Niederlage, die hier Kaiser Constantius II. im J. 348 durch die Truppen des Perserkönigs Schäpür II. erlitt; s. dazu o. Bd. IV S. 1061ff. und Ritter Erdk. XI 443. Hileia-Eleia ist, wie zuerst Tuch (De Nino urbe, Lips. 1845, 6–7) gesehen hat, mit al-Hajjal bezw. ʿAin (Quelle) al-Ḥajjāl der arabischen Geographen identisch; vgl. die Stellen Bibl. geogr. arab. (ed. de Goeje) VI 96. 216 und Edrisi (ed. Jaubert) II 154, wo überall das ʿAin al-gibal in Ain al-ḥajjāl zu emendieren ist (in der arabischen Schrift ohne Schwierigkeit durch Abänderung der diakritischen Konsonantenpunkte zu bewerkstelligen). Die Stätte von H. = al-Ḥajjāl wird heute durch den Tell Hajjāl, einen Ruinenhügel vou mäßigen Dimensionen, bezeichnet, der sich hart an der Straße längs des Südabhanges des Gebel Singār, etwa 5 Stunden südwestlich von Beled-Sing̍ār (Singara) erhebt; vgl. Herzfeld in Sarre-Herzfeld Archäol. Reise im Euphrat- u. Tigrisgebiet I (1911) 201. Ptolemaios gibt für Ἔλεια (var. Ἐλειΐα, Ἐλήια), wie er schreibt, die richtige Position. Ein im englischen Reisebericht von Forbes erwähntes Dorf Halleg̍a östlich von Beled-Sing̍ār (nur ein paar Stunden davon entfernt) hat nichts mit H. zu tun, wie Ritter a. a. O. XI 458 anzunehmen geneigt ist, indem er diesen Ortsnamen in der irreführenden englischen Schreibung Halleja exzerpiert. Die Tab. Peut. verzeichnet 12 Millien vor Singara eine Station Alaina (s. auch Geogr. Rav. 81, 15 und o. Bd. I S. 1274); nach der Distanzangabe zu urteilen, könnte dieses Alaina (aus Alaija korrumpiert?) mit Hileia-Eleia identisch sein.