Himalis (Ἱμαλίς), Epiklesis der Demeter in Syrakus (Polemon frg. 39 und 74 bei Athen. X 416b und III 109a), als Göttin, die von den Müllern um reichen Mehlertrag angefleht wurde. Denn ἱμαλίς war nach Tryphon bei Athen. XIV 618d die dorische Bezeichnung für ὁ νόστος καὶ τὰ ἐπίμετρα τῶν ἀλεύρων; vgl. Hesych. s. ἱμαλιά bis ἱμαλίς. Auch der kretische Monat Himalios (CIG 2556) war wohl einer Mühlen-Gottheit geweiht, sei es der Demeter H., sei es einer selbständigen Göttin, wie die rhodische Himalia (s. d.).
Daß neben Ίμαλία auch Ἱμαλίς als selbständiger Name vorkam, ist an sich wahrscheinlich. Allein das scheinbar direkte Zeugnis, das Preller-Robert Griech. Myth. I 607, 4 und Usener Götternamen 257, 19 für Ἱμαλὶς δαίμων τις ἐπιμύλιος ἔφορος τῶν ἀλετῶν anführen, beruht nur darauf, daß Eustath. Hom. Il. 1236, 60 und Hom. Od. 1885, 25 die Athenaios-Worte über ἱμαλίς = ὁ νόστος zitiert und an letzterer Stelle hinzufügt: λέγει δὲ νόστον ὁ ῥήτωρ ἐνταῦθα οὐ τὸν Ὁμηρικὸν καὶ συνήθη, ἀλλά τινα δαίμονα ἐπιμύλιον ἔφορον τῶν ἀλετῶν, ὃς καὶ Εὔνοστος ἐλέγετο.