14) H., ein Pythagoreer, mehrfach mit Hippasos verwechselt (z. B. Tertull. de anim. 5), Zeitgenosse des Lysis, den wir als Lehrer des Epameinondas kennen (also um 380 v. Chr.) sowie durch einen angeblichen an H. gerichteten Brief (Diog. Laert. VIII 42. Iamblich v. Pyth. 75–79), in welchem er diesen tadelt, weil er die Lehre des Pythagoras nicht, wie der Meister, als Geheimnis, sondern öffentlich behandle (δαμοσίᾳ φιλοσοφεῖν). Wegen dieser schriftlichen Verbreitung der mündlichen Überlieferung (αἰτίαν ἔχοντα γράψασθαι τὰ τοῦ Πυθαγόρου σαφῶς), soll er aus der pythagoreischen Verbindung ausgestoßen und ihm gleich einem Verstorbenen eine Denksäule errichtet worden sein (Clem. Alex. strom. V 680 P., s. auch Lycurg. Leocr. 117). Bei Stobaios flor. 108, 81 (IV 46 Mein.) findet sich ein ihm unterschobenes Bruchstück περὶ εὐθυμίας, das an Demokrit erinnert und daher von Diels Vorsokr. c. 55 C 7 unter den Nachahmungen des Abderiten abgedruckt ist. Vgl. Diels Vorsokr. c. 8.