5) C. Hosidius Geta (Γάιος Ὁσίδιος Γέτας) kämpfte unter A. Plautius (als Legat einer Legion, vgl. Hübner Herm. XVI 525) im J. 48 n. Chr. in Britannien und entschied, indem er sich persönlich exponierte, die erste Feldschlacht auf britischem Boden zugunsten der Römer; die Waffentat trug ihm — obwohl er noch nicht Consul gewesen war — die Ornamenta triumphalia ein (Dio IX 20, 4). Reimarus hat das Praenomen Γάιος in Γναῖος geändert und hält H. für denselben wie Cn. Hosidius Geta, der ein Jahr vorher in Mauretanien befehligt hatte (s. Nr. 6); seine Konjektur ist allgemein angenommen; da jedoch im Hause der Hosidii Getae beide Praenomina, sowohl C. als Cn., begegnen, bleibt immerhin die Möglichkeit, daß es sich um zwei Brüder handelt. Unter dieser Voraussetzung könnte vielleicht das nur in einer Abschrift erhaltene Inschriftfragment CIL IX 2847 = Dessau 971 aus Histonium, dem Heimatsort der Hosidii Getae, auf H. bezogen und etwa folgendermaßen ergänzt werden: [C. Hosidio .. f. Arn(ensi?) Getae, cos.], regi sac[ror(um)], flam(ini) [Augustali (oder Iuliano vgl. Wissowa Rel. d. Römer 423, 1), a divo Claudio(?) lecto inter] patric(ios), leg(ato) Caesaris (des Caligula?) pro (pr(aetore) .... leg(ato) leg(ionis)? ... et com(iti) divi] Claudi in Britannia, a d[ivo(?) Claudio misso(?) leg(ato) pro praetore) in Hiberia (Iberien südlich vom Kaukasus) ad se [dandas turbas(?), vgl. Dessau Prosop. III 496 n. 6) ....., huic senatus auct(ore) divo Claudio?] ornamenta triumphalia [decrevit ob res in Britannia prospere gestas?].