RE:Ios 2

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Stadt auf der gleichnamigen Insel
Band IX,2 (1916) S. 19331934
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2) Stadt (Ptolem. III 14, 23 M. Münzen) an der Nordwestküste von I. Nr. 1. Wie heutzutage scheint die Bevölkerung trotz des dezentralistischen Aufbaus der Insel in den historischen Zeiten der Hauptmasse nach nach der Stadt mit ihrem ausgezeichneten Hafen gravitiert zu haben. Die Kulturflächen (s. I. Nr. 1) sind jetzt nur im Sommer bewohnt. Aus dem Altertum sind einige Reste des Tempels das Apollon Pythios (ehemals antikes Archiv) bei der Kirche der heiligen [1934] Katharina in der Stadt erhalten. Bursian Geogr. v. Griechenl. II 509; dazu Bull. hell. I 136. IG XII 5, 1 Einl. Dicht daneben hatte den Tempel schon Boss (s. o. Bd. I S. 171) gesucht. Reste der antiken Stadtmauer Ross I 155 und des Hafenstädtchens Bursian II 509. Die Stadt teilte immer die Schicksale der Insel; sie hieß vielleicht zur Ptolemaierzeit eine Zeitlang Arsinoë, P. Graindor (s. I. Nr. 1) 331. In den späteren Zeiten wurden Stadt und Insel von den Byzantinern 1269 zurückerobert, diesen 1292 durch D. Schiavo aus Venedig entrissen, um 1322 mit dem Herzogtum Naxos vereinigt, 1397 dem Marco Crispo überliefert, 1508 kamen sie an A. Pisani, 1537 an die Türken; sie gehören seit Gründung des griechischen Königreichs zu diesem und zwar zur Eparchie Thira.