4) Iotape, die Gemahlin (und Schwester) des Königs C. Iulius Antiochus (IV.) Epiphanes von Kommagene. Wir lernen ihren Namen und ihr Bildnis aus Münzen von Kommagene, von der Lakanatis, von Sebaste (Elaiussa) und von Selinus in Kilikien kennen. Sie ward da βασίλισσα Ἰωτάπη Φιλάδελφος genannt und ist dadurch als Schwester und Gattin des Königs bezeichnet, a) Bronzemünzen des Königs auch mit ihrem Namen und Bild aus Sebaste und aus der Lakanatis: Eckhel 1Π 257. Mionnet V 132, 21. 22. i Löbbecke Ztschr. f. Numism. XVII (1890), 18. Imhoof-Blumer Zur griech. und röm. Münzkunde (Genf 1908), 218; auch aus Lykaonia(?). Babe Ion Catalogue des monnaies Grecques de la bibl. nat., Les rois de Syrie, d’Arménie et de Commagène, Paris 1890 p. CCXV (vgl. Head HN² 775f. 714); b) Bronzemünzen bloß mit ihrem Namen und Bild aus Kommagene, Eckhel III 257f. Mionnet V 131f., 18; 132, 19. Suppl. VII! 101, 6. Babelon a. a. O. 221, 32–364 pl. XXX Fig. 14; c) aus der Lakanatis, Mionnet V 132, 20 = Babelon 222, 37 pl. XXX Fig. 15; d) aus Selinus, Mionnet Suppl. VII 297, 570, vgl. Löbbecke a. a. O. 17f. Taf. II 8 = Babelon p. CCXVI, dazu Fig. 46; e) Bronzemünze mit Namen und Bild der I. und ihres Sohnes Antiochus Epiphanes, Mionnet Suppl. VIII 101f., 7.
Neuerdings ist auch eine inschriftliche Erwähnung der Königin bekannt geworden: in dem Inschriftfragment aus Chios, das zuerst Zoletas Αὐηνά XX (1908), 230f., 21, veröffentlichte und das von J. Keil österr. Jahresh. XIV Beibl. 53f. weiter gelesen wurde, steht auf der zweiten Seite des dreiseitig beschriebenen Steines nach dem Namen des βασιλεὺς μέγας Ἀντίοχος φιλοκαῖσαρ der seiner Gattin: [Ἰ]ωτάπη βασιλέως [Ἀντιό]χου. Bei Joseph. bell. lud. VII 234 ist sie erwähnt, aber nicht genannt; danach hatte sie mehrere Töchter, eine davon hieß gleichfalls 1.6( (s. die Folgende). Ihre Söhne waren Antiochus Epiphanes und Callinicus. Ihr Porträt weist längliche, etwas zugespitzte, aber nicht unschöne, eher zarte Gesichtszüge auf, das Haar ist gewellt, hinten in einen Knoten zusammengebunden, vorn zu einer Art Kranz um den Kopf gelegt und oben gleichfalls zu einem Knoten verflochten; vgl. Visconti Iconogr. Grecque III (1811), 310 pl. 57, 13.