RE:Iotapianus

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Gegenkaiser der Philippi 244–249 n. Chr.
Band IX,2 (1916) S. 20042005
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Iotapianus, Gegenkaiser zu Ende der Regierung der Philippi (244–249 n. Chr.). Die Schriftsteller nennen ihn nur mit dem Namen L (Polem. Silv. latere., Mommsen Chron. min. I 521, 38 lotabianus), aus den Münzen erfahren wir, daß er den Vornamen Marcus, den Gentilnamen F(...) und einen anderen Beinamen Ru(...) hatte; sein Name und Titel lautet dort Imp(erator) C(aesar) M. F. Ru. Iotapianus A(ugustus). Nach Zosim. I 20, 2 verursachte die harte Steuerpraxis, die (C. Iulius) Priscus, der Bruder des Kaisers Philippus, im Orient (er war nach CIL III 14149⁵[1] praef. praet. rect[o]rq, Orientis) handhabte, eine Empörung, durch die I. zur Herrschaft erhoben wurde. In der genaueren Angabe des Ortes der Erhebung gehen OVict. Caes. 29, 2, der Syria (vgl. auch Zosim. I 19, 2), und Polem. Silv. a. a. O., der Cappadocia angibt, auseinander. Nur kurze Zeit erfreute sich der Usurpator seiner Erfolge; dann wurde er von den Truppen getötet. Sein Kopf wurde, da die Philippi mittlerweile gestürzt worden waren, ihrem Nachfolger Decius, der sich noch in Rom aufhielt, überbracht, Vict. a. a. O. Auch Zosim. 21, 2 erwähnt seine Tötung, aber ausdrücklich noch unter den Philippi. Immerhin sind einige Silbermünzen) mit dem Bild und Namen des I. erhalten. Sie geben durch die Reverslegende Victoria Aug. sogar Zeugnis von einem Sieg, den I. errungen hat (vielleicht sind damit die seine Erhebung begleitenden Ereignisse gemeint), Cohen V² 183f., 1–3. Das Porträt zeigt charakteristische, eckig und scharf gezeichnete Züge eines bärtigen, kraushaarigen Mannes mit gebogener spitzer Nase. I. rühmte sich der Abstammung von (Severus?) Alexander, [2005] Vict. a. a. O. Vgl. über ihn Mowat Rev. numism. XVI (1912) 193–197.

[Stein. ]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Corpus Inscriptionum Latinarum III, 14149.