2) K., spartanischer Ephor, 421/20, Gegner des Nikiasfriedens, suchte mit seinem Kollegen Xenares auf Korinth und Boiotien dahin einzuwirken, daß die Boiotier zunächst ein Bündnis mit Argos und Korinth, sodann aber mit den Lakedaimoniern abschlössen; auf diese Weise hoffte er den Krieg wieder in Gang zu bringen (Thuk. V 36, 1. 37, 1). Die Verhandlungen verliefen zuerst günstig, scheiterten aber dann vor der Hauptversammlung der vier boiotischen Ratskollegien; diese lehnten das Bündnis mit Korinth ab, weil sie damit Sparta zu erzürnen fürchteten. Die Boiotarchen konnten sich nicht entschließen, den Räten von den geheimen Absichten des K. und seiner Leute Mitteilung zu machen; infolgedessen ward auch das Bündnis mit Argos abgelehnt (V 38, 2-4). Doch kam auf Betreiben von K. und Genossen im März 420 ein Vertrag zwischen Boiotien und Sparta zustande, der seine Spitze gegen Athen kehrte (Thuk. V 39, 1-2). Sonst ist über diese Verhandlungen nichts bekannt.