Kokylis (?), Cocylium, erschlossen aus dem Demotikon Xen. hell. III 1, 16. Plin. n. h. V 122, Cocylium (var. coccyle). Judeich Kleinas. Studien 40. 46 nimmt als Toponymikon Kokylis an. Städtchen in der kleinasiatischen Aiolis (in Mysien). 400 v. Chr. in persischem Besitz, 399 v. Chr. von Derkylidas besetzt, zu des Plinius Zeit untergegangen. Den Namen bringt das Wörterbuch der griechischen Eigennamen von Pape-Sengebusch mit κύλα = Augenlider zusammen, ohne daß die Herkunft der Silbe κο- erklärt wird. Die Lage etwa beim jetzigen Kara Ew (= Schwarzhaus), an einem südlichen Zufluß des Skamandros, H. und R. Kiepert FOA VIII S. 4.