RE:Korseia
| Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft | |||
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| Band XI,2 (1922) S. 1438–1439 | |||
| Bildergalerie | |||
| Register XI,2 | Register kl | ||
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Korseia [...] [1439] Korseia, Städtchen im östlichen Lokris, über dem Berg von Kyrtone, bei dem Platanios, und etwas über der Ebene, Paus. IX 24, 5. Das kann [1439] nichts anderes als die zwei Buinenstätten bei Proskyna sein, etwa 20 Minuten voneinander entfernt, von denen die ältere jetzt Palaiochori, die jüngere Cheliadou, genannt wird. Die Einwohner hatten wohl den einen Ort mit dem anderen vertauscht, vielleicht infolge eines Erdbebens, gerade wie viele Einwohner von Proskyna nach dem furchtbaren Erdbeben von 1894 in das benachbarte Tragana übersiedelten. In einem benachbarten Haine von Steineichen stand ein kleineres Bildnis des Hermes. Über die topographischen Schwierigkeiten und die Versuche, K. anderswo zu finden, habe ich ausführlich gesprochen, Amer. Journ. Arch. XX 159ff., besonders 165ff.
Κορσικαί, ai (Anon. st. m. m. 281), Inselchen auf dem Seeweg zwischen Myndos, Leros und Kalymnos nach Sunion in Attika, kleine Eilande, die jetzt Κάτω Ποντικονσά, Καρδάκι, Καλόλιμνο heißen, Kotsovillis Νέος Λιμενό- ὶ δείκτης 492f. Der Name K. ist kaum aus griechischem Sprachgut zu erklären.
Κόρσιον s. Κέροα.
Κορσωτή, große Stadt, vom Flusse Maskas rings umflossen, vom Heere des jüngeren Kyros, das dort drei Tage blieb, verlassen angetroffen, Xen. anab. I 5, 4. Da das Heer von Thapsakos an östlich den Euphrat abwärts zog, und dieser Strom unterhalb des Jibtlr, den Xenophon I 4, 19 mit dem Namen Araxes (s. Ar axes Nr. 3 3 o. Bd. II S. 404) gemeint haben muß, von Osten keinen Nebenfluß mehr empfängt, kann mit dem Maskas nur ein Flußarm oder ein Kanal gemeint sein. Im Gegensatz zu der o. Bd. VI S. 1199f. geäußerten Ansicht möchte ich jetzt die zweite Möglichkeit für die wahrscheinlichere halten. In der Inschrift der von der Deutschen Babjlon-Expedition ausgegrabenen Reliefplatte Samas-reä-uçur’s, des ,Statthalters von Suhl und Maer*, berichtet dieser Kleinfürst, daß er mit Hilfe der4( Einwohner von garze und Jäbf einen schiffbaren Kanal von 1000 Ruten (Länge) und 22 Ellen Breite habe graben lassen (vgl. Weißbach Wiss. Veröff. d. D. Orient-Ges. IV 12, 28ff.). Da Suhl und Maer in der Tat Landschaften am mittleren Euphrat sind, Hanê überdies an Korsöte anklingt, konnte jener Kanal des Landes Subi, der offenbar vom Hauptstrom abzweigte, um sich nach 3 bis 3i/2 km wieder mit ihm zu vereinigen, der von Xenophon für einen natürlichen Flußlauf 50 angesehene Maskas gewesen sein. Seit Rennell (Illustrations of the exped. of Cyrus 103) sucht man K. gewöhnlich bei den Ruinen, die noch heute el-Erzi heißen. Der Name paßt zu dem keilinschriftlichen (Jane. Chesney (Expedition for the survey of Euphrates II 214) vermutete K. ebenfalls in el-Erzl; aber nach seiner Karte 5 liegen die Ruinen el-Erzl auf einem hohen Hügel, der nie von Wasser umflossen gewesen sein kann. Dagegen tritt bei el-Werdl, nur wenig oberhalb 60 von diesem Hügel, ein kleiner Flußarm nach Osten aus dem Euphratbett heraus, vermutlich zur Bewässerung der Ebene, die sich zwischen dem Strome und den hier weiter zurückliegenden Hügeln ausdehnt. Spätere Geländeforschungen müssen lehren, ob hier der Kanal des Landes Suhi und Xenophons Maskas, Samas-res-usurs Harze und Xenophons K. zu finden sind. Vgl.