RE:Krokos 1

Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft
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Jüngling, wird in eine Safranstaude verwandelt
Band XI,2 (1922) S. 19721973
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Krokos (Κρόκος). 1) Ein Jüngling, der die Smilax liebte. Beide wurden in die gleichnamigen Pflanzen verwandelt, K. in die Safranstaude, Smilax in die Windenart. Ovid. met. IV 283 mit Ehwalds Bemerkung im Komm. Plin. n. h. [1973] XVI 154. Serv. Georg. IV 182. Nonn. Dion. XII 86. Aus. cup. cruc. 11 (S. 110 Peiper) nennt K. auricomans. Anders wird die Sage bei Galen. de comp. medic. IX 4 (Med. Graec. XIII S. 269) erzählt. Der Knabe K. spielte mit Hermes. Dabei war er unvorsichtig, so daß er von einem Discus an den Kopf getroffen und getötet wurde. Aus seinem Blute sproß der Safran hervor. Aus der hier überlieferten Variante zu einem Verse Philons: Ἑρμείοις ἐν πεδίοις schließt Ehwald a. a. O. mit Recht, daß die Sage lydischen Ursprungs ist. Sie steht auch bei Ovid unter kleinasiatischen Sagen.