Ktimenos, Sohn des Ganyktor aus Naupaktos, der zusammen mit seinem Bruder Antiphos den Dichter Hesiodos ermordete, weil dieser ihre Schwester entehrt haben sollte. Nach dem Mord flüchteten die Brüder nach Molykria, wo sie wegen eines Frevels gegen Poseidon verdammt (Paus. IX 31, 6) oder kurzer Hand von dem Seher Eurykles den Göttern der Gastfreundschaft geopfert wurden (Eratosthenes beim Auct. Cert. Hom. et Hes. 16). Die höchst verwickelte Sagenüberlieferung ist ausführlich von Friedel Jahrb. f. Philol. Suppl.-Bd. X 235ff. behandelt worden. Für spätere Literatur s. den Art. Amphiphanes o. Suppl.-Bd. III S. 91.